17.07.2019 09:25
von Lisa Keilhofer
  Zuletzt bearbeitet: 09.08.2019 14:34

Das Mikrobiom dringt ins Bewusstsein der Bevölkerung

Das Mikrobiom interessiert also plötzlich Otto-Normalverbraucher.
Das Mikrobiom interessiert also plötzlich Otto-Normalverbraucher. Ein ausgesprochener Grund zur Freude für uns!

Die >>> SPIEGEL-Ausgabe 27/2019 bringt die Titelgeschichte „Das Superorgan – Der Darm und das Geheimnis eines langen Lebens“. Die Überschrift des eigentlichen Beitrags „Iss gut jetzt!“ lässt zwar vermuten, es handle sich – mal wieder – um einen mehr oder weniger profunden Beitrag über richtige Ernährung, aber dieser Artikel geht einen Schritt weiter. Es wird das Darm-Mikrobiom und die diversen Bakterien thematisiert sowie deren Einfluss auf unsere körperliche und mentale Gesundheit.

Ernährung und der Einfluss auf die Darmbakterien

Der Artikel zitiert verschiedene Wissenschaftler (zum Beispiel die Mikrobiologen Erica Sonnenburg, Stanford University, und Mahesg Desai, Luxembourg Institute of Health) sowie wissenschaftliche Medien (das „British Medical Journal“, das „Science Magazin“) und mutet dem Leser relativ komplexe biochemische Zusammenhänge zu.

Mikrobiom jetzt breitentauglich

Wer die Beiträge auf unserer Homepage verfolgt, dem wird zwar der Artikel keine wirklich neuen Erkenntnisse liefern, deswegen soll der Inhalt hier nicht nochmal skizziert werden. Der Grund, warum wir über diese Veröffentlichung berichten, ist ein anderer: Waren die Quellen unserer bisherigen Beiträge in der Regel aus wissenschaftlichen Essays von Universitäten, Fachmagazinen und bestenfalls amerikanischen Medien, so zeichnet sich jetzt deutlich ab, dass auch im deutschsprachigen Raum das Mikrobiom nicht nur eine Randgruppe interessiert.

Unser kürzlich veröffentlichter Bericht über einen Beitrag in der „Apotheken-Umschau“ deutete ebenfalls auf diese Tendenz hin. Die Leserschaft der Apotheken-Umschau ist natürlich auch kein wissenschaftliches Klientel, aber man kann ein gewisses grundsätzliches Interesse an medizinischen Zusammenhängen unterstellen. SPIEGEL-Leser aber können von der inhaltlichen Ausrichtung her durchaus als „breite Masse“ beschrieben werden. Das Mikrobiom interessiert also plötzlich Otto-Normalverbraucher. Ein ausgesprochener Grund zur Freude für uns!

Verständnis jenseits der Ernährungsempfehlung

Wie man sich richtig ernährt, um seinen Darm möglichst schonend zu behandeln und gute Gesundheit zu erzielen, wissen wir schon seit Giulia Enders` „Darm mit Charme, spätestens aber seit >>> Bas Kasts „Ernährungskompass“. Meist wurde aber dem „Durchschnittsleser“ der wissenschaftliche Hintergrund des Mikrobioms vorenthalten oder nur am Rande angesprochen. Das scheint sich nun zu ändern.

Darm-Mikrobiom als Einstieg in die Materie

Ebenfalls offensichtlich ist, dass der Einstieg in die Causa „Mikrobiom“ für den Laien fast immer über den Darm erfolgt. Auch und vor allem in der Wissenschaft wurde erst jahrelang nur der Darm beleuchtet, bis sich erst kürzlich die Untersuchungen Lunge, Mund und Haut zuwandten.

Unsere Veröffentlichungen zum Hautmikrobiom haben ihre Quellen nach wie vor fast ausschließlich in der Wissenschaft und Forschung – neben der Kosmetikindustrie. Der SPIEGEL-Artikel lässt uns aber hoffen, dass das Mikrobiom (zunächst das Darm-, dann aber sicher auch das Hautmikrobiom) jetzt auch auf dem europäischen Markt von der breiten Masse die Aufmerksamkeit erfährt, die es verdient.

Lisa Keilhofer
Lisa Keilhofer
Autor

Lisa Keilhofer studierte an der Universität Regensburg. Sie arbeitet im Bereich Internationalisierung und als freiberufliche Lektorin.

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