von Lisa Keilhofer

Baden und das Haut-Mikrobiom

Baden und das Haut-Mikrobiom

In Hollywood wird aktuell darüber diskutiert, ob man möglichst wenig baden sollte. Während manche Stars gleich mehrmals täglich baden, baden andere nur an speziellen Tagen (https://people.com/health/celebrity-bathing-habits-shower-debate/ ). Jake Gyllenhaal glaubt beispielsweise an die Selbstreinigungskräfte unseres Körpers und hält Baden für überflüssig. Auch Dax Shepard meint, dass eine Reinigung ausschließlich mit Wasser ausreicht, da Seifen die natürlichen Öle auf unserer Haut zerstören. Mit diesen Argumenten im Hinterkopf stellt sich die Frage: Wie sieht eine hautfreundliche Reinigung aus?

Wie Baden das Haut-Mikrobiom beeinflusst

 Unsere Haut beheimatet ein Mikrobiom, oder eine Gemeinschaft winziger Mikroorganismen. Das Mikrobiom besteht aus Trillionen von Einzellern mit 1.000 verschiedenen Bakterienarten und über 80 unterschiedlichen Pilzarten. Außerdem ist es nicht ungewöhnlich, eine gesunde Anzahl an Milben und Viren im Mikrobiom zu beheimaten.

Warum wird man mit dieser Vielzahl an Organismen auf unserer Haut nicht krank? Der Körper erkennt und toleriert die Mikroben, welche ordnungsgemäß Teil unseres Hautmikrobioms sind – auch wenn uns die gleichen Mikroben an anderer Stelle in der Tat krank machen würden. Wissenschaftler konnten kürzlich zwei Enzyme identifizieren, die uns vor potenziell schädlichen Eindringlingen schützen (https://www.sciencedaily.com/releases/2021/05/210521171112.htm), nämlich Histon-Deacetylasen (kurz HDACs). Sie hemmen entzündliche Reaktionen und signalisieren dem Körper, die „guten“ Bakterien auf unserer Haut zu ignorieren. Sie schützen die Hautbarriere und erhalten ihre Funktion.

Wie bereits erwähnt, gibt es keine ausschließlich guten oder schlechten Bakterien. Eine vitale und ausbalancierte Koexistenz ist aber nötig, um Pathogene abzuwehren (https://www.mymicrobiome.info/news-reading/always-keep-your-balance-mentally-inside-and-outside.html). Deswegen sollte immer die richtige Menge an Bakterien an der richtigen Körperstelle sein. Gerät die Balance aus dem Gleichgewicht, hat dies oft Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Ekzeme, Akne oder Dermatitis zur Folge.

Wie hält man das Mikrobiom intakt

In vielen Kulturen weltweit spielt regelmäßige und auch ritualisierte Körperhygiene eine Rolle. Besonders im asiatischen Kulturraum wird Baden mit Seifen und Shampoos mit Gesundheit assoziiert (https://daydreaminginparadise.com/why-does-asia-love-keeping-clean/).

Den vollständigen Artikel hat unser Partner HealthieYoo exklusiv veröffentlicht: https://www.healthieyoo.com/bathing-and-your-skin-microbiome/

Sources / References:

1. Eslami-S Z, Majidzadeh-A K, et al. Microbiome and Breast Cancer: New Role for an Ancient Population. Front. Oncol. 2020, https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fonc.2020.00120/full

2. O'Connor H, MacSharry J, Bueso YF, Lindsay S, Kavanagh EL, Tangney M, et al. Resident bacteria in breast cancer tissue: pathogenic agents or harmless commensals? Disc Med. 2018, https://www.discoverymedicine.com/Hugh-OConnor/2018/09/resident-bacteria-in-breast-cancer-tissue-pathogenic-agents-or-harmless-commensals/

3. De Martel C, Ferlay J, et al. Global burden of cancers attributable to infections in 2008: a review and synthetic analysis. Lancet Oncol. 2012, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?Db=pubmed&Cmd=ShowDetailView&TermToSearch=22575588

4. Fina F, Romain S, et al. Frequency and genome load of Epstein-Barr virus in 509 breast cancers from different geographical areas. Br J Cancer, 2001, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?Db=pubmed&Cmd=ShowDetailView&TermToSearch=11259092

5. Costantini L, Magno S, et al. Characterization of human breast tissue microbiota from core needle biopsies through the analysis of multi hypervariable 16S-rRNA gene regions. Sci Rep., 2018, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?Db=pubmed&Cmd=ShowDetailView&TermToSearch=30442969

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7. Kovács T, Mikó E, et al. Cadaverine, a metabolite of the microbiome, reduces breast cancer aggressiveness through trace amino acid receptors. Sci Rep., 2019, https://www.nature.com/articles/s41598-018-37664-7

8. Sieri S, Krogh V, Pala V, Muti P, Micheli A, Evangelista A, et al. Dietary patterns and risk of breast cancer in the ORDET cohort. Cancer Epidemiol Prev Biomark., 2004, https://cebp.aacrjournals.org/content/13/4/567.short

9. de Moreno de LeBlanc A, Matar C, Theriault C, Perdigon G. Effects of milk fermented by Lactobacillus helveticus R389 on immune cells associated to mammary glands in normal and a breast cancer model. Immunobiology., 2005, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0171298505001014

10. Wallace B, Roberts A, et al. Structure and inhibition of microbiome β-glucuronidases essential to the alleviation of cancer drug toxicity. Chem Biol., 2015, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1074552115003257

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